Vielleicht ist Ihnen folgende Situation aus der Praxis vertraut:
Wird bei einem Klimagerät oder einer Wärmepumpe kurzfristig eine höhere Leistung gefordert – beispielsweise um einen Raum schneller zu kühlen oder zu beheizen –, reagiert das System in der Regel mit einer deutlich erhöhten Ventilatordrehzahl.

Die Folge ist unmittelbar wahrnehmbar:
Das Geräuschniveau steigt deutlich an.

Technisch betrachtet bedeutet die erhöhte Drehzahl, dass ein größerer Luftvolumenstrom durch den Wärmetauscher gefördert wird. Die Luft strömt mit höherer Geschwindigkeit durch die Lamellenstruktur, wodurch die Druckverluste im System zunehmen. Um diesen zusätzlichen Strömungswiderstand zu überwinden, muss der Ventilator mehr Leistung aufbringen.

Dies führt zu drei direkten Konsequenzen:

  • steigender Energiebedarf des Ventilators,
  • zunehmende Geräuschentwicklung durch höhere Strömungsgeschwindigkeiten,
  • sinkende Gesamteffizienz des Systems.

Damit wird ein grundlegendes Problem konventioneller Wärmetauscher sichtbar:
Leistungssteigerung wird häufig durch „mehr Luft“ erkauft – also durch höhere Drehzahlen und höheren Energieeinsatz.

Die Energieeffizienz eines Wärmetauschers wird jedoch maßgeblich durch das Verhältnis zwischen Ventilatorleistung und Druckverlust bestimmt. Je geringer der aerodynamische Widerstand des Wärmetauschers, desto weniger Antriebsleistung ist erforderlich, um die gewünschte Luftmenge zu fördern.

Mit anderen Worten:
Nicht die Luftmenge allein entscheidet über die Leistungsfähigkeit, sondern die Art und Weise, wie die Geometrie den Luftstrom führt, beschleunigt und nutzt.

Genau hier setzt die geometrische Optimierung der patentierten Lösungen an. 

In der Dissertation von Frau Karmo wurden die Auswirkungen von Druckverlusten an mehreren Stellen detailliert untersucht. Besonders aussagekräftig ist das folgende Diagramm (vgl. Dissertation, Abb. 6.10 auf S. 85 bzw. Abb. 6.5 auf S. 81), das zeigt, wie stark der Druckverlust den Leistungsbedarf beeinflusst: Mit steigendem Druckverlust steigt auch der Energiebedarf des Ventilators.

Im Diagramm erkennt man zudem, dass bei allen untersuchten Varianten — dem konventionellen Modell (links), der Lamellenversetzung sowie den Zickzack-Formen 1 und 2 — eine Lufteintrittsgeschwindigkeit von 2,354 m/s als Basis angenommen wurde. Lediglich beim konventionellen Modell (rechts) wurde zusätzlich eine höhere Eintrittsgeschwindigkeit von 5 m/s betrachtet.

Die Ergebnisse zeigen klar: Bei den patentierten Varianten fällt der Anstieg des Energiebedarfs infolge von Druckverlusten deutlich geringer aus als beim konventionellen Modell.

Dies verdeutlicht einen zentralen Unterschied:
Bei den patentierten Wärmetauschern spielt die Geometrie die entscheidende Rolle. Die erhöhte Wärmeübertragung wird nicht durch mehr Luftmenge oder höhere Ventilatorleistung erreicht, sondern durch eine gezielte geometrische Optimierung.

Ausschlaggebend sind dabei insbesondere:

  • eine vergrößerte und thermisch wirksame Lufteintrittsfläche,
  • ein reduzierter Strömungswiderstand,
  • eine optimierte Strömungsrichtung innerhalb des Lamellenblocks,
  • sowie gezielt erzeugte Turbulenz zur Verbesserung des konvektiven Wärmeübergangs.

Dadurch kann bereits bei moderatem Luftvolumenstrom eine maximale Wärmeübertragung erzielt werden.

Im Gegensatz zu konventionellen Systemen müssen die Ventilatoren nicht mit erhöhter Drehzahl betrieben werden, um Leistungssteigerungen zu kompensieren. Das bedeutet:

  • geringerer Energiebedarf,
  • reduzierte Druckverluste,
  • niedrigere Geräuschentwicklung,
  • und eine insgesamt effizientere Systemauslegung.

Die Optimierung erfolgt somit konstruktiv durch Geometrie – nicht durch erhöhte Luftleistung.

Wärmetauscher und Ventilator als zentrale Baugruppen einer Wärmepumpe

Die Temperatur- und Luftgeschwindigkeitsverteilung auf der Lamellenoberfläche bzw. in der Kanalmitte zwischen den Lamellen 

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